Vereinsgeschichte

Dieser Bericht über den Werdegang des Vereins und unsere enge Heimat entbehrt nicht einer gewissen Nostalgie. Einige Photos illustrieren das Dorfleben und die Geschichte unseres Clubs.

Es waren nur fünf Asteneter - Mathieu AUSSEMS, Erich HENNES, Albert HOMBURG, Jean HELLEMANNS und Joseph TAETER - die sich im Oktober 1948 zusammensetzten, um einen Weg zu finden, der aus der Stagnation der schweren Nachkriegszeit wieder zu der alten Verbundenheit führen sollte. Und sie hatten sich nicht getäuscht.

 

Die fünf Vereinsgründer der Asteneter Schützen im Jahre 1949

Die fünf Vereinsgründer der Asteneter Schützen im Jahre 1949

 

Schon bei der ersten Veranstaltung, einer Kappensitzung, die unsere lieben Asteneter über dieses Anliegen aufklärte, wollten 13 Asteneter dieses Ziel anstreben. Dies war natürlich ein Anlass, aus dem anonymen Dasein hervorzutreten, und so wurde anlässlich der ersten Versammlung, am 19.03.49, aus dem Club der 5, der SANKT JOHANNES FLOBERT-CLUB. Auf dieser Versammlung übernahm Herr Bürgermeister Joseph GOKA den Ehrenvorsitz des Clubs mit dem Versprechen, dessen Ziele allzeit zu unterstützen. Dieses Versprechen - das sei heute gebührend erwähnt - hat er 21 Jahre lang, manchmal unter schwierigsten Umständen, liebevoll erfüllt.

 

Unser erster Vorsitzender, Bürgermeister joseph Goka, lud gerne den Veein zu sich nach Schloss Neuhaus ein.

Unser erster Ehrenvorsitzender, Bürgermeister Joseph Goka, lud gerne den Verein zu sich nach Schloss Neuhaus ein.

 

Mathieu AUSSEMS übernahm als erster die Präsidentschaft. Unser Gründer und Ehrenmitglied, Erich HENNES, wurde gleich mit zwei Funktionen bedacht, denn er übernahm die schriftlichen und schießsportlichen Angelegenheiten. Der erste Vorstand unseres Clubs bestand aus folgenden Kameraden: Joseph GOKA, Mathieu AUSSEMS, Erich HENNES, Guillaume MAGER, Jean HELLEMANNS, Albert HOMBURG und Joseph TAETER.

Am 12. Juni 1949 feierte unser Club sein erstes Stiftungsfest. Hubert KNOPS, ein Kamerad der zwar erst an dem Tag in unseren Verein aufgenommen worden war, aber Astenet schon lange als zweite Heimat auserkoren hatte, wurde erster König. Obschon ihn viele Kilometer von Mortroux bis Astenet trennen, zog es ihn immer wieder nach hier zurück. Wie eng er dem Club verbunden war, hat er stets bewiesen. Der Zufall ergab, dass ihm nach 25jähriger Mitgliedschaft die Königswürde zum zweitenmal zuteil wurde. Eine markante Besonderheit ist wohl, dass sich sein Sohn Jacquy im gleichen Jahr die Prinzenehre erschoss.

Unser 2. Stiftungsfest, am 9. Juli 1950, dürfen wir auch nicht vergessen. Es war zugleich Fahnenweihfest. Eine Fahne wurde geweiht, die Asteneter für Astenet spendeten und die mittlerweile längst zu einem Symbol unserer Heimat geworden ist. Kamerad Louis ROX wurde zum ersten Fähnrich gewählt. Diesen Auftrag hat er bis 1977 in vorbildlicher Weise ausgeführt.

 

Der Club bei der Fahnenweihe 1950

 Der Club bei der Fahnenweihe 1950

 

Unsere Ehrendamen bei der Fahnenweihe im Jahre 1950

Unsere Ehrendamen bei der Fahnenweihe im Jahre 1950: 1. Reihe v.l.n.r. Johanna Schauss, Leni Aretz, Elsi Kokart, Liesel Ernst 2. Reihe  v.l.n.r. Maria Pesch, Angela Rox, Änni Egyptien, Maria Hansen

 

Einige unserer Vereinsdamen die den Club jährlich beim Kirmesfestzug begleiteten 

 Einige unserer Vereinsdamen die den Club jährlich beim Kirmesfestzug begleiteten:
v.l.n.r. Maria Offermann,
Paula Aussems, Trudi Aussems, Helga Wertz, Maria Bergmann, Maria Olbertz

 

Der damalige Rektor, Léon de la Croix, war auch ein großer Gönner unseres Vereins. Nur durch seine finanzielle Unterstützung konnte den vielen Kindern des Katharinenstiftes eine Teilnahme an der Kinderbelustigung ermöglicht werden.

 


 Rektor de la Croix mit dem Ehrenvorsitzenden, Bürgermeister Joseph Goka, und Präsident Mathieu Aussems (v.l.n.r.)

 

Wenn unser Club in den nachfolgenden Jahren einen gewaltigen Aufschwung verzeichnen konnte, so ist das im Wesentlichen das Verdienst unseres unvergesslichen Präsidenten Mathieu AUSSEMS. Er war Inspirator und Gründer unserer Jugendgruppe, aus der wir immer wieder unsere Reihen erneuern.

 

Unsere ersten Jungschützen im Jahre 1958

Unsere ersten Jungschützen im Jahre 1958:
Herbert Cormann, Alo Stickelmann, Hubert Goor, Hubert Aussems, Hans Aussems, Gerd Aussems, Helmut Homburg, Willy Offermann, Leo Sartenaer, Hans-Joseph Hick, Bruno Hellemanns, Erwin Offermann (v.l.n.r.)

 

Dieser im Jahre 1958 gegründeten Jugendgruppe überreichte Herr Bürgermeister Joseph GOKA anlasslich der Kirmes 1959, eine ansehnliche Fahne als sein persönliches Geschenk. Diese wird immer wieder begeistert von allen Jungsschützen unseres Clubs getragen.

Im Jahre 1956 zwang uns die Verkehrslage, unseren Festgottesdienst, den wir bislang vor der St. Johanneskapelle abhielten, in die Kapelle des Katharinenstiftes zu verlegen. Seitdem wird die Statue unseres Schutzpatrons, des Hl. Johannes des Täufers, alljährlich im Festzug von der Kapelle zum Stift mitgeführt.

 

 Die Johannesstatue, getragen durch Kinder des Kahtarinenstiftes, begleitet durch Herrn Rektor de la Corix, beim Verlassen der Johanneskapelle

 Die Johannesstatue, getragen durch Kinder des Kahtarinenstifetes, begleitet durch Herrn Rektor de la Croix, beim Verlassen der Johanneskapelle

 

Die Augustinerinnen im Dienste der Jugenderziehung

Die Augustinerinnen im Dienste der Jugenderziehung

 

Am 19. August 1959 starb unser Präsident und Gründer Mathieu AUSSEMS. Den Tag werden wir wohl nie vergessen. Zur Erinnerung an diesen großen Gönner veranstalten wir jährlich innerhalb unseres Clubs ein Mathieu-Aussems-Gedächtnisschießen. Bei dieser Gelegenheit gedenkt der Verein auch all seiner verstorbenen Mitglieder.

In der Generalversammlung vom 17. November 1959 wurde der derzeitige Hauptmann Joseph KEUTGEN einstimmig zum Nachfolger gewählt. Diesen Auftrag übte er mit größter Vereinstreue und vorbildlicher Kameradschaft bis 1977 aus.

Als Höhepunkt unserer bisherigen Vereinsgeschichte kann man wohl die Feier unseres 20. Stiftungsfestes betrachten. Es war ein großes und würdiges Fest. Viele Persönlichkeiten konnten wir bei unserem einmaligen Jubelabend begrüßen. Begeisternd waren die Darbietungen des Kgl. Männerquartett Eupen, unter Leitung von Willy MOMMER und die der Kgl. Harmonie aus Gemmenich, unter dem Dirigat von Herrn BROUWERS.

Ein großartiger Festzug, an dem 27 Schützenvereine teilnahmen, zog am Sonntag durch den Ort. Viele auswärtige Vereine beteiligten sich an unserem Schießwettstreit, der sich vom 28. April bis zum 12. Mai hinzog. Eine Erneuerung unsererseits war das Auslosen des Schießens an der Ehrenstange. Dies war bereits beim Kugelgewehr üblich. Wir gerieten deswegen damals in Misskredit, aber heute haben wir die Genugtuung, dieses System auf jedem Schützenfest anzutreffen.

 

 Der Verein im Jahre 1968

 Der Verein im Jahre 1968

 

Mit der Schließung der Gaststätte Hellemanns, im Jahre 1969, verloren wir auch unser erstes Vereinslokal.

 

Unser erstes Vereinshaus in der Gaststätte Hellemanns

 Gaststätte Hellemanns

 

Anfangs suchten wir vergeblich nach einer neuen Bleibe. Da war da noch der Asteneter Bahnhof, ein schönes massives Gebäude, wo man ein Interesse für den Wartesaal bekundete. Leider erhielten wir damals eine Absage, weil der Abriss des Gebäudes bereits beschlossen war.

So fanden wir letzten Endes im Jahre 1970 eine Unterkunft in der Gaststätte "Zur alten Mühle", die Manfred GIETZ von Frau Ursula RADERMACHER mittlerweile übernommen hatte.

 

Gaststätte "Zur Alten Mühle"

Gaststätte "Zur Alten Mühle"

 

Am 3. November 1970 verstarb unser Ehrenpräsident, Bürgermeister Joseph GOKA. Mit ihm verlor der Club seien ersten Ehrenvorsitzenden und größten Gönner. Jedes Jahr wird ein Gedächtnisschießen zu seinem Gedenken ausgetragen.

Drei Wochen später, am 26. November 1970, starb unser langjähriger Kassierer Hermann AUSSEMS. In dankbarem Gedenken seiner hohen Verdienste widmen wir ihm alljährlich das Ausschießen einer Ehrenkette, die unser Gründer Erich HENNES gestiftet hat.

Unser Club legte seit dem ersten Tag seines Bestehens großen Wert auf den Schießsport. So war es auch unser Club, der sich maßgebend an der Gründung eines Flobert-Schützenbundes beteiligte, bestehend aus der Kgl. Stephanus-Schützengesellschaft Walhorn, der Kgl. St. Barbara-Schützengesellschaft Lontzen, der Kgl. St.Hubertus-Schützengesellschaft Lontzen, dem Flobert-Club Linde (St. Michael) Hergenrath und dem St. Johannes Flobert-Club Astenet. Einen großen Erfolg verbuchte unser Verein, als es ihm gelang, die heiß umstrittene Bundeskette als erster in drei aufeinander folgenden Jahren zu erringen (1962-63-64).

Auch das in 1967 unsererseits vorgeschlagene Freundschaftsschießen zwischen der Kgl. Stephanus-Schützengesellschaft Walhorn und unserem Club zeugt vom sportlichen Einvernehmen beider Vereine. Seit 1969 nimmt auch die St. Gregorius-Schützengesellschaft Merols an diesem Schießen teil, dem sich etwas später auch die Freischützen aus Petergensfeld anschlossen. Dieser Wettstreit ist sehr beliebt. Es würde sicherlich zu weit führen, alle sportlichen Erfolge unseres Clubs hier anzuführen.

 

Der Verein im Jubeljahr 1974

Der Verein im Jubeljahr 1974

Nachdem Präsident Joseph KEUTGEN sein Amt aus Altersgründen niedergelegt hatte, wurde unser langjähriger Fähnrich, Louis ROX, auf der Generalversammlung vom 31.10.1977 zu unserem neuen Vorsitzenden gewählt.

Schützenbruder Erich CHANTRAINE löste Louis ROX ab, der unsere Fahne 28 Jahre in vorbildlicher Weise getragen hatte. Wegen Verschleißes der alten Fahne wurde eine neue Vereinsfahne eingeweiht, die unser Fähnrich der Bevölkerung am 08.05.1983 zum ersten Mal zeigen durfte.

 

Altpräsident Joseph Keutgen verstarb im Jahre 1981

Im Jahre 1981 verstarb unser Altpräsident Jospeh Keutgen

 

20 Jahre lang haben wir den von ihm gestifteten Pokal zu seiner Ehre und zu seinem Andenken am 1. Mai ausgeschossen. Joseph KEUTGEN hatte sein Amt mit größter Sorge und Kameradschaft ausgeübt. Er setzte sich stets wie ein treusorgender Familienvater ein.

Dass unser Dachverband, der Ostbelgische Stangenschützen Verband, kurz OSV genannt, im Jahre 1997, 20 Jahre alt wurde, darüber dürfen wir heute berechtigt stolz sein, geht dessen Gründung doch auf eine Anregung unseres damaligen Vizepräsidenten Hans HAMACHER zurück. In 1977, am 4. November, wurde der Grundstein dazu auf einer Versammlung in der Gaststätte unseres Schützenbruders Manfred GIETZ in Astenet gelegt. Zehn Jahre nach der Geburt des OSV waren alle Schützengesellschaften unseres Gebietes Mitglied dieses Verbandes. Hier sollte auch erwähnt werden, daß unser langjähriges Mitglied und Vertreter im OSV, Leo HOMBURG, als erster Schütze überhaupt den Orden "Pro Meritis" verdienterweise erhielt.

Nachdem wir erfahren hatten, daß in 1979 das Lokal „Zur alten Mühle“, das die Eheleute Pierrot und Lore WOUTERS-DREUW zu dieser Zeit gemietet hatten, endgültig geschlossen würde, war guter Rat teuer, denn es gab sonst keine Gaststätte mehr in Astenet. Vom „langen Zimmer“ bei Feickens, wo so manche Gaudi erlebt wurde, bis zur angenehmen und größeren Bleibe an der Hochstrasse, war in ganz Astenet nichts mehr, und außerhalb wollte man nicht gehen. Langfristig gesehen wäre das auch keine gute Lösung gewesen. So stellte unser damaliger Schriftführer Gerd AUSSEMS einen Teil des ehemaligen Stalles zur Verfügung. Der Verein war also "gerettet". Nach einer Umgestaltung dieses Raumes in ein gemütliches Schützenlokal wurde am 3. November 1979 die Einweihung dieses neuen Schützenheims mit einem internen Fest gefeiert. Viel fleißige Hände haben dort sehr viel Zeit investiert und dies ehrenhalber. Dieses Lokal, das über unsere Ortsgrenzen hinaus sehr beliebt war, blieb bis 1996 unser Schützenheim. 17 Jahre fühlten wir uns wohl in Aussems Stall, wo Walter BISSCHEROUX treu seinen Posten als Vereinswirt stand.

 

 Unser unvergesslicher Vereinswirt und Schützenbruder Walter Bisscheroux

Unser unvergessener Vereinswirt Walter Bisscheroux

 

In der Poststraße ist allerhand erlebt worden, denken wir nur an die Familien- und Grillabende, wo Adolf RENARDY und Erich CHANTRAINE mit ihren Koch- bzw. Backkünsten überraschten, oder die unvergeßlichen Nikolausfeiern, die unzähligen Versammlungen, usw. ...

Da unsere erste Vereinsfahne so langsam in die Jahre gekommen war wurde der Beschluss zum Kauf einer neuen Vereinsfahne 1982 getroffen. Die Weihung der Fahne wurde anlässlich unseres Stiftungsfestes im Mai 1983 durch Herrn Rektor Jean BEGOND zelebriert. Mit Stolz konnte nun unser Fähnrich Erich CHANTRAINE, die neue Vereinsfahne zum ersten Mal im Festzug durch die Ortschaft Astenet tragen.

 

Rektor jean Begond bei der Weihung der neuen Vereinsfahne im Mai 1983

Rektor Jean Begond bei der Weihung der neuen Vereinsfahne im Mai 1983

 Fahnenweihe Mai 1983

 

Im Jahre 1988 erwarben wir eine Bauparzelle von Ursel SCHMETZ-JUNGBLUTH in der Poststraße. Am 22. August 1988 wurde der notarielle Akt gemacht und unser Verein, inzwischen eine Gesellschaft ohne Erwerbszweck, war nun stolzer Besitzer eines etwa 850 m2 großen Baugeländes. Die Deutschsprachige Gemeinschaft bezuschußte diesen Erwerb der G.o.E. Dadurch wurde unser Vorhaben bedeutend erleichtert.
Vier galvanisierte Schießstangen mit Lattenwagen wurden auf einem Betonsockel errichtet. Die Fa. Hubert JANSEN baute die Schießanlage im Herbst 1989.

 

 erste Pflasterarbeiten vor dem Schießstand 1990

Vor der Kirmes 1990 pflasterten mehrere Schützenbrüder den Platz vor dem Schießstand.

 

Auf unserem neuen Schießstand wurde beim Bundesfest im Jahre 1990 erstmalig die volle Trefferzahl erreicht. Die glücklichen Schützen gehörten dem Flobert-Club Linde aus Hergenrath an.

Und endlich durften die Asteneter Schützen - auf Anregung ihres damaligen Kassierers Ewald DREUW - ihren Traum, ein eigenes Schützenheim zu bauen, wahr machen. Ein angepaßtes Gelände war bereits vorhanden und zudem hatte die Deutschsprachige Gemeinschaft uns einen Zuschuß gewährt.
Kurz nach der Kirmes 1994, am 7. Mai, begannen die Schützen ihren Bau. Das Schießen wurde etwas umständlicher, denn ein riesiges Bauloch gähnte in unmittelbarer Nähre der Schützen.

 

Baubeginn des eigenen Schützenheims im Mai 1995
Baubeginn unseres eigenen Schützenheims im Mai 1994

 

Der Bau wuchs und wuchs. Es ging schneller vorwärts, als man ursprünglich geplant hatte. Der Einsatz vieler Asteneter Schützen, die ehrenhalber mauerten, verschalten, zimmerten, verlegten usw., ... ist sehr lobenswert. Viele haben irgendwie, sei es tatkräftig oder finanziell, mitgeholfen und dürfen nun berechtigterweise mehr als stolz sein über diese schöne Bleibe.
 

 Bauphase 2

Nach 21 Monaten Bauzeit stand unser schmuckes Haus. Fleißige Schützenhände haben enorme Arbeit geleistet.

 

Baupause bei Kaffee und Kuchen

Die einzige Entlohnung der emsigen Schützenbrüder waren Kaffee und Kuchen oder Fladen,
die zudem noch gestiftet wurden.

 
Zwei Gemeindearbeiter richteten während drei Wochen den Dachstuhl her, bzw. das ganze Dach mit Hilfe vieler Schützen. Nun ist unser Schützenheim mit seinen 8 Flachbahnen und den anderen Dependenzen über unsere Gemeindegrenzen hinaus bestens bekannt. Seit 1997 wird in Astenet auch mit dem Luftgewehr geschossen. Vor allen Dingen frönen junge Schützen diesem für uns neuen Sport. Der sonntägliche Frühschoppen im neuen Schützenheim wird gut besucht, und unser Vereinswirt Willy LASCHET erledigt seine Aufgabe wie ein alter Fuchs und lockt manchem die "Fränklis" aus der Tasche.

Bei der Generalversammlung im Jahre 1997 stand auch ein Wechsel im Vorstand an. Unser langjähriger Schriftführer Gerd AUSSEMS lehnte nach 33 Jahren aktiver Arbeit als Schriftführer eine weitere Kandidatur in diesem Amt ab und schlug der Generalversammlung den 2. Schriftführer, Herbert AHN, als seinen Nachfolger vor. Gerd wünschte sich jedoch, dem Vorstand weiterhin als 2. Schriftführer anzugehören.
Gerd, dem der Verein viel zu verdanken hat, wurde seinem Wunsche entsprechend alsdann zum 2. Schriftführer gewählt. Als Dank für seinen unermüdlichen Einsatz in all den Jahren bedankte sich Präsident Louis ROX bei Gerd und überreichte ihm eine Erinnerungsplakette.
Herbert AHN, der seit 1973 den Posten des 2. Schriftführers bekleidet, nahm die Kandidatur an und wurde mit überwältigender Mehrheit zum Schriftführer gewählt.

Die Asteneter Schützen bauten nicht nur ihr eigenes Heim, sondern renovierten auch altes Erbgut. In Zusammenarbeit mit den Gemeidearbeitern restaurierten sie die Johanneskapelle in Astenet. Dieses schmucke Gotteshaus, wurde 1724 an der Straße nach Hergenrath zu Ehren Johannes des Täufers aus Bruchsteinen erbaut. "Im dreiseitigen Altarraum mit beschiefertem Dachreiter steht ein Altar, der aus der früheren Schlosskapelle des Waldenburghauses (Kettenis A.d.R.) stammt und vom ehemaligen Besitzer Constatin de Résimont der Kapelle zum Geschenk gemacht wurde." (Leo Kever GE-Magazin vom 02-04-2011). Heute erscheint die Kapelle erneut in neuem Glanz. Der Verein fühlte sich seinem Schutzpatron verpflichtet.

 

Renovierte Johanneskapelle

Renovierte Johannes Kapelle

 

Im Juni 1999 feierten wir unser 50 jähriges Bestehen mit einem großen Fest. Zur Ausrichtung dieses Festes wurden verschiedene Arbeitsgruppen gebildet die für einen reibungslosen Ablauf sorgen sollten. Zu diesem Zeitpunkt zählte unser Verein 146 Mitglieder, worunter 16 Jungschützen.

Am 28.05.1999 fanden sich sage und schreibe 85 uniformierte Schützen am Kloster des Katharinenstifts zum Fototermin ein, um so in unserer Festschrift verewigt zu werden, die unser damaliger Kassierer Ewald DREUW mit seinem Team erstellt hatte.

 

Jubiläumsfoto 1999

 

Eröffnet wurden die Festlichkeiten mit einem Jugendball am 18.06.1999 zu der gleich 2 Bands, die 938 zahlenden Jugendlichen
so richtig in Stimmung brachten.

Zum Jubelabend luden wir samstags zahlreiche Gäste ins schön geschmückte Festzelt  ein. Es sollte ein Jubelabend werden, den man so leicht nicht vergessen sollte. Gleich beim Betreten des Festzeltes erhielt jede Dame eine Rose. Zudem war zur Überraschung aller Beteiligten freier Konsum angekündigt, was einmalig war und auch bisweilen von keinem anderen Jubelverein nachgemacht wurde. Durchs Abendprogramm führte der in Astenet wohnende BRF-Journalist Paul MARAITE. Begrüßt wurden die Ehrengäste und anwesenden Gäste zahlreicher Vereine durch unseren Präsidenten Louis ROX.
Im Laufe des Abends hatte dann Bezirkskommissar Marcel LEJOLY die angenehme Aufgabe, unserem Vereinspräsidenten die Urkunde des Königshauses zu verleihen, die uns fortan erlaubte, den Titel "Königlich" zu tragen. Mit den Besten Wünschen des Königshauses und der Gemeinde überreichte Bürgermeister Alfred LECERF dem Präsidenten die Urkunde der Gemeinde und sicherte gleichzeitig einen Sonderzuschuss zu.

Nachdem Ministerpräsident Joseph MARAITE ebefalls lobende Worte an die Mitglieder des nun frisch gebackenen "Königlichen Sankt Johannes Flobert-Club Astenet" gerichtet hatte, trat er gemeinsam mit Senator Hubert CHANTRAINE, Bürgermeister Alfred LECERF,  Bezirkskommissar Marcel LEJOLY und Sportinspektor i. R. Paul ORTMANN zur Ehrung verdienstvoller Mitglieder an.

Dass unser Club auf 50 Vereinsjahre zurückblicken kann, ist nicht zuletzt dank vieler Mitglieder, die während dieser Zeit dem Verein die Treue hielten. Hierzu zählten auch die 4 Goldjubilare Erich HENNES (letzter noch lebender Gründer), Joseph HICK sowie Pierre und Louis ROX, die für 50 jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden. Bei dieser Gelegenheit gedachten wir aber auch der Mitglieder Karl PESCH, Hubert KNOPS und Emil HOEN, die leider ein Jahr vor ihrer Auszeichnung zum Goldjubilar verstorben sind.

Die Harmonie Walhorn unter der Leitung ihres Dirigenten Marc LEMMENS verschönerte den Abend. Zur Überraschung aller Schützen überreichte der Dirigent unserem Vereinspräsidenten auch ein eigens zu diesem Anlass komponiertes Lied mit dem Titel "Astenet 1999" zu dem José GROMMES den Text geschrieben hat.

Ein großartiger Festzug, an dem 29 Schützenvereine begleitet von 8 Musikkapellen teilnahmen, zog am Sonntag durch den Ort. Viele auswärtige Vereine beteiligten sich an unserem Schießwettstreit, der sich über die folgenden 14 Tage hinzog.

 

Unser Verein bei der Abnahme des Festzuges

Unser Verein bei der Abnahme des Festzuges


Unser Kassierer Ewald DREUW hatte auch - sehr zur Freunde seiner Schützenbrüder - seine Idee verwirklicht, aus Anlass des 50 jährigen Jubiläums alle vorhandenen Versammlungsprotokolle in einer Buchfassung zusammenzustellen. So konnten sich Viele Schützen an dieser Lektüre erfreuen.

Es war ein wirklich gelungenes Fest auf das wir alle recht stolz sind. Das Grenz-Echo widmete diesem Jubelfest gleich eine ganze Seite unter dem Titel "Wer Astenet sagt, sagt auch St. Johannes Flobert-Club".

Anlässlich der Kirmes 2000 waren zum Frühschoppen derart heftige Windböen zu verzeichnen, dass wir aus Sicherheistgründen das Festzelt schließen mussten und uns gezwungen sahen, den Frühschoppen kurzerhand ins Schützenheim zu velegen.

Im Oktober 2000 kaufte unsere Gesellschaft (VoG) ein hinter unserem Schützenheim gelegenes 4.654 m² großes Gelände von  den Eheleuten SCHMETZ-JUNGBLUTH. Der notarielle Akt wurde am 31.10.2000 in der Amtsstube des Notars J. Rjckaert in Eupen durch Louis ROX und Ewald DREUW in ihrer Eigenschaft als Präsident bzw. Kassierer, unterzeichnet. Durch diesen Kauf halten wir die Option offen, vier 50m Flachbahnen für KK-Gewehr zu installieren, die darüber hinaus vom Flachbahnschießstand aus zu benutzen wären.

Dass die Asteneter Schützen sich stark mit dem Kloster verbunden fühlen wurde anlässlich einer außerordentlichen Generalversammlung im Juni 2001 deutlich, wo Präsident Louis ROX ein Plädoyer zum Erhalt der Klosterkapelle im Katharinenstift hielt. Hier stand die Frage im Raum, ob wir zum Erhalt der Kapelle einen finanziellen Beitrag leisten sollten oder nicht. Nach einer sehr lebhaften Diskussion entschied die Generalversammlung mit großer Mehrheit, dass der Club sich - unter bestimmten Voraussetzungen, die schriftlich festzuhalten sind - mit einem Betrag in Höhe von 22.350,00 € am Erhalt der Klosterkapelle  beteiligen sollte.

 

Blick auf die Klosterkapelle des Katharinenstiftes

Bick auf die Klosterkapelle des Kahtarinenstiftes umgeben von einer schönen Parkanlage

 

Noch im selben Jahr feierte Rektor Jean BEGOND sein Goldenes Priesterjubiläum. Die Schützen waren zum Dankgottesdienst und anschließendem Empfang eingeladen.

Auch wurden wir in diesem Jahr erstmals mit der neuen Gesetzgebung über die Schießstände konfrontiert, die uns sehr viel Verwaltungsaufwand bescherte.
Aus diesen Gründen wurde auch erstmals der Königs- und Prinzenvogelschuss mit dem Luftgewehr ausgetragen und nicht wie üblich, mit dem Flobert. Unser Schützenbruder Karli PESCH errang die  Königswürde. Da in den darauffolgenden Jahren wieder alles beim Alten war, geht Karli einzigster König, der mit dem Luftgewehr ermittelt wurde, in die Vereinsgeschichte ein.

Viele fleißige Hände halfen auch beim Bau eines Garten- oder Gerätehauses, das die Schützen im Frühjahr 2001 auf dem Gelände des Schießstandes errichteten.

Das Jahr 2001 hatte noch einen weiteren Höhepunkt zu verzeichnen. Präsident Louis ROX stellte sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl. Als sein Nachfolger wurde der noch amtierende Kassierer Ewald DREUW mit nur einer Enthaltung, einstimmig von den 47 anwesenden Schützen zum neuen Präsidenten gewählt.

 

 Ewald Dreuw, Präsident 2001

Der neugewählte Präsident Ewald Dreuw

 

Ewald bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und die Kamaradschaft. Für die Zukunft hofft er, durch eine gute Zusammenarbeit den Gemeinschaftsgeist zu festigen, die Motivation anzukurbeln und die Jugendarbeit zu fördern.

Auch bei seinem Vorgänger bedankte er sich für seine unermüdliche Präsenz mit der er während seiner 24 jährigen Präsidentschaft und seiner 52 jährigen Vorstandszugehörigkeit, den Verein zu einer großen Familie gemacht hat. Und als 1. Amtshandlung des neuen Präsidenten, schlug er der Generalversammlung vor, Louis zum Altpräsidenten zu wählen. Somit hat unser Verein neben unserem Ehrenpräsidenten Hans HAMACHER auch einen Altpräsidenten Louis ROX.

 

Louis Rox, Präsident von 1977 bis 2001

Louis Rox, Präsident von 1977 bis 2001, wurde von der Generalversammlung zum Altpräsidenten gewählt.

 

Als Nachfolger von Ewald DREUW, der während seiner 19 jährigen Aktivität als Kassierer dem Verein zu einem großen finanziellen Aufschwung verholfen hatte, wurde Alain AUSSEMS gewählt.

Als äußeres Zeichen der Freundschaft zwischen den St. Sabastianus Schützen aus Übach (D) und unserem Verein wurde im Herbst 2002 erstmals ein KK-Freundschafstschießen auf unserem Schießstand organisiert und der beste Schütze mit einem Orden geehrt.

Auch übernahm Präsident Ewald nun selber die Prinzen- und Königsproklamation und bedankte sich beim Ehrenpräsidenten Hans HAMACHER, der diese Aufgabe während 24 Jahren inne hatte.

 

Ehrenpräsident hans Hamacher

Ehrenpräsident Hans Hamacher

 

Im August 2003 fuhren 46 Schützen und 29 Begleitpersonen für 3 Tage mit einem Doppeldeckerbus zum Europäischen Schützentreffen nach Vöcklabruck im Salzburgerland nach Österreich.

 

EGS Schützentreffen in Vöcklabruck (Österreich)

Die am EGS-Fest teilnehmenden Schützen vor dem Attersee als Bildkulisse

 

Nur ein Monat später konnten wir uns gemeinsam mit unserem amtierenden König Stefan WEBER beim Dreiländertreffen in Huchem-Stammeln (D) freuen, als erstmals in unserer Vereinsgeschichte, unser "Vereinskönig" den Titel eines "Dreiländerkönigs" erlangte.

 

3 L-Festzug mit 3 L-König Stefan Weber

August 2004 - 3-Länder-Festzug in Montenau mit dem amtierenden König Michael Dreuw und Königin Sandra sowie dem amtierenden 3-Länderkönig Stefan Weber mit Königin Bianca Bailly

 

Da die Asteneter Schützen immer besserer Schießresultate erzielten, wollten sie sich auch bei den auswertigen Schießwettstreiten deutlich als Asteneter Schützen identifizieren. Aus diesen Gründen wurden im Jahre 2004 insgesamt 35 schwarze Schießwesten gekauft, auf denen vorne links das Vereinslogo und rechts der Name und Vorname des Schützen in weißer Farbe gestickt wurden. Auf dem Rücken der Schießweste wurde die Aufschrift" St. Johannes Astenet" gut sichtbar gestickt. Somit sind die Asteneter Schützen nicht nur gefürchtete Konkurenten sondern auch für alle gut erkennbar.

Um auch bei Regenwetter ein einheitliches Bild in den Festzügen abzugeben, wurden im selben Jahr eigens zu diesem Zweck, 80 Regenschirme gekauft auf denen jeweils das Vereinslogo auf einem Segment gedruckt wurde.

Bei den Kirmesfeierlichkeiten konnte auch erstmals auf Anregung unseres Präsidenten Ewald DREUW, ein Nationaler Orden verliehen werden. Es war unser Altpräsident Louis ROX, dem als erster aus den Händen unseres Ministerpräsidenten Karl-Heinz LAMBERTZ diese Ehre zuteil wurde und für seine 54 jährige Vorstandsarbeit mit der "Goldpalme des Kronenordens" ausgezeichnet wurde. Ewald bedankte sich beim Altpräsidenten und ließ sein unermüdliches Wirken während eines halben Jahrhunderts zum Wohle des Vereins, Revue passieren.

 

Der mit der Goldpalme des Kronenorden geehrte Altpräsident Louis Rox

Die Ehrung des Altpräsidenten Louis Rox durch Miniterpräsident Karl-Heinz Lambertz

 

Im Jahr 2004 mussten wir leider für immer Abschied nehmen von unserem Herrn Rektor Jean BEGOND, der am 05-02-2004 verstarb und an dessen Beisetzung in der Pfarrkirche in Walhorn, 51 Schützen teilnahmen. Als Erinnerung an seine 40 jährige Tätigkeit im Kloster zu Astenet widmeten die Schützen ihm einen Grabstein. Seitdem wird - mangels Priester - die sonst seit Vereinsbestehen im Kloster gelesene Gedenkmesse für verstorbene Mitglieder in der Pfarrkirche zu Walhorn gehalten.

 

Rektor Jean Begond

Rektor Jean Begond

 

Kurz danach, am 15-06-2004, verstarb nach 55 Jahren Mitgliedschaft, unser letztes Gründungsmitglied, Herr Erich HENNES, im Alter von beinahe 80 Jahren. Viele Schützen nahmen an den Beisetzungsfeierlichkeiten im Waldfriedhof zu Aachen teil, wo in seiner Ansprache, unser Präsident Ewald DREUW, die Entstehung und Entwicklung des Vereins sowie die Verdienste, Aktivitäten und Ehrungen des Verstorbenen in gebührender Weise hervorhob. Zur Erinnerung sei erwähnt, dass er seit der Gründung bis zum Jahre 1961 als Schriftführer sehr aktiv war und er, in Erinnerung an unseren im Jahre 1970 verstorbenen Kassierer, Herrn Hermann AUSSEMS, die Erinnerungskette stiftete, die seitdem jährlich während des Gedächtnisschießens ausgeschossen wird und bei den Schützen sehr begehrt ist.

 

Erich Hennes, einer der fünf Gründer

Erich Hennes, der letzte der fünf Gründer

 

Am 2. April 2006 organisierten wir einen Tag der offenen Tür anlässlich des zehnjährigen Bestehens unseres Schützenheims. Dieser Tag sollte den Asteneter und Walhorner Einwohnern die Möglichkeit bieten, unseren Verein besser kennen zu lernen. So konnten unsere Gäste u. a. das Flachbahnschießen ausprobieren. Darüber hinaus nahmen dreißig Personen an einem Gästevogelschuss teil.

Erstmals in unserer Vereinsgeschichte wurde ein Vorstandsmitglied zum Raerener Karnevalsprinzen proklamiert. So konnten unser Präsident Ewald DREUW im Beisein einer 15 köpfigen Delegation, unserem 2. Fähnrich Stefan WEBER anlässlich der Gratulationscour im Februar 2007, ganz herzlich zu dieser Ehre beglückwünschen und ihm ein Geldgeschenk überreichen.

Unsere Jungschützen feierten im Mai 2008 den 50. Geburtstag. Auf Vorschlag des damaligen Präsidenten und Gründers, Herrn Mathieu AUSSEMS, wurden anlässlich des Stiftungsfestes im Mai des Jahres 1958 die Jungschützen unseres Vereins erstmals der Bevölkerung vorgestellt.

Die Feierlichkeiten begannen mit einem Gottesdienst am 24.05.2008 um 17.00 Uhr. In Begleitung des Trommel- und Pfeifenkorps Eupen zogen wir mit 36 Schützen und 9 Jungschützen zum Katharinenstift, wo die Messe mit humorvollen Einlagen von Pastor Ferdy HECKER zelebriert wurde. Ein Spätschoppen im kleinen Kreis beendete diesen Festauftakt. Präsident Ewald DREUW gab einen Rückblick auf den Werdegang unserer Jungschützen, während auf einer Leinwand durch Bilder viele alte Erinnerungen geweckt wurden. Ewald und sein Sohn Philippe DREUW hatten diese lobenswerte Initiative zur Zusammenstellung dieser interessanten und schönen Videoshow ergriffen.

In diesem Jubeljahr zählte unser Verein 168 Mitglieder wovon 12 Jungschützen. Mit Stolz können wir behaupten, der Mitglieder stärkste Verein des Ostbelgischen Stangenschützen Verbandes (OSV) zu sein.

Ein Schießwettstreit fand auf unserem Schießstand vom 26. bis zum 31. Mai statt, wozu sich 88 Gruppen eingeschrieben hatten. Viel Lob erhielten wir für dieses gut organisierte Fest, welches friedlich verlief mit einem äußerst fairen Wettkampf.

Im Jahre 2008 hatten auch einige Schützenbrüder unter der Leitung unseres Schützenbruders Christophe SCHMETZ, einen Wärmetauscher installiert, der es uns fortan ermöglicht, bei geschlossenen Fenstern ständig mit Frischluft versorgt zu werden. Eine gute Sache, besonders bei den immer wieder gut besuchten Familienabenden.

Für das Jahr 2009 standen wieder Wahlen aller 1. Vorstandsmitglieder an. Zur Überraschung aller, hatte unser Präsident Ewald Dreuw angekündigt, sich nicht mehr zur Wiederwahl stellen zu wollen. Nach 27 Jahren Vorstandsarbeit sei die Zeit gekommen, Platz für einen jüngeren Nachfolger zu machen. Entgegen seinen Erwartungen fand sich erst bei der Generalversammlung in der Person von Karli PESCH ein Nachfolger für diese Funktion. So  wurde Karli Pesch mit 82% Ja-Stimmen von den 56 wahlberechtigten Mitgliedern zum neuen Präsidenten gewählt.

 

 Karli Pesch Präsident seit 2009

Der neugewählte Präsident Karli Pesch

 

Auch unser Hauptmann Hans Stroh stellte sich nach 23 Jahren Vorstandsarbeit, wovon 15 Jahre als Feldwebel und 8 Jahre als Hauptmann, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl. Mit großer Mehrheit wurde der noch amtierende Feldwebel Christian Buschmann als sein Nachfolger gewählt.

Am 13-06-2010 wurde die 100 Jahrfeier der Klosterkapelle in Astenet mit einem durch die Asteneter Schützen angeführten Festzug eröffnet. Als Zeichen der Verbundenheit überreichte unser Präsident Karli Pesch dem Kapellenkomitee einen Scheck in Höhe von 22.500 €. Dank dieser großzügigen Spende konnte mit den Renovierungsarbeiten in der Kapelle begonnen werden.
(Siehe www.astenet.be/kloster).

Am 04-07-2011 verstarb unser Ehrenpräsident und langjähriges Mitglied Hans Hamacher im Alter von 87 Jahren. (Siehe Lichtbild "Ehrenpräsident Hans Hamacher" hiervor).

Bei der Generalversammlung wurde dann unser langjähriger Schriftführer Gerd AUSSEMS einstimmig von den Mitgliedern zum Ehrenpräsidenten gewählt. Gerd, ein sehr aktives Mitglied des Vereins seit 1956, freute sich riesig über die ihm erwiesene Ehre.

Ehrenpräsident Gerd Aussems

Noch im selben Jahr, am 11-12-2011, verstarb unser ältestes Mitglied Pierre ROX im Alter von 83 Jahren. Pierre war seit der Vereinsgründung im Jahre 1949 Mitglied unseres Vereins. Im Jahre 1996 wurde ihm für wertvolle Dienste zu Gunsten des Vereins die Pro Meritis Auszeichnung verliehen und noch im Mai 2011 erhielt er aus  den Händen der Kultusministerin, Isabelle Weykmans, die Goldpalme des Kronenordens für 62 jährige Mitgliedschaft.


Wird fortgesetzt.